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Schwimmtagebuch - Tag 2

Ein weiterer Tag im Salinarium in Bad Dürkheim:
 
 
 
Häuptling Kurze Latte
 
 

Wir saßen im Kiosk beim Essen und dachten an nichts Böses, bis direkt hinter Steffi dieser Kerl in enganliegender Badehose auftauchte und sie sich, neugierig wie sie ist, nach ihm umdrehte. Dann wendete sie ganz schnell ihren Blick wieder ab und sah mich völlig erschrocken, entsetzt und entgeistert an.
 
'Was ist denn so schlimm an dem Mann?', fragte ich mich und begann ihn zu inspizieren. Normale Figur, normales Gesicht, Glatze - nichts außergewöhnliches...
 
Und dann, plötzlich, fiel mein Blick auf seine Badehose. Oh, ich wünschte ich hätte nicht hingesehen...
 
Konnte das sein? War das etwa das, was ich dachte was es war?
 
Der Mann schlenderte lässig zum Ende des Raumes und lehnte sich verschmitzt grinsend gegen die Scheibe, so dass jeder sehen konnte, was er da mit sich rumtrug.
 
Ich traute meinen Augen nicht...Der war aber noch weit entfernt vom deutschen Durchschnitt...
 
War der etwa auch noch stolz auf diesen Mini-Knubbel?
 
Später beim Schwimmen tauften wir ihn dann ehrenvoll 'Häuptling Kurze Latte', was mal wieder dazu führte, dass ich vor Lachen fast ertrunken wäre.
 
 
 
Der Retter in der Not?
 
 
 
Es trug sich zu, dass Steffi über eine Begrenzungsleine im Becken klettern wollte. Dabei blieb sie jedoch mit dem Fuß hängen und der Rest ihres Körpers driftete irgendwohin ab, was dazu führte, dass sie wieder im Wasser hing wie ein Käfer auf dem Rücken und wild mit den Armen ruderte, ein langes "Huuhhhh!" ausstoßend.
 
Der gutaussehende junge Mann, der gerade vorbeischwamm war sichtlich amüsiert, schwamm jedoch einfach grinsend weiter.
 
Ich befreite Steffi natürlich sofort aus dieser misslichen Lage, was mir nicht etwa ein 'Danke' einbrachte. Nein! Sie beschwerte sich: "So ein Mist! Jetzt hab ich gedacht der rettet mich und dann..."
24.7.13 01:19


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Schwimmtagebuch - Tag 1

Ich habe von meiner guten und schon etwas älteren Freundin Steffi (sie könnte meine Mutter sein, ist jedoch im Herzen jung geblieben) offiziell den Auftrag erhalten ein unterhaltendes Schwimmtagebuch mit unseren zugegebenermaßen leicht peinlichen, aber (zumindest für uns) sehr lustigen Schwimmbad-Geschichten zu führen. Beginnen wir mal bei unserem ersten gemeinsamen Schwimmbadbesuch im Salinarium in Bad Dürkheim.


Die Tendenz ihrer Füße


Kaum waren wir im Schwimmbad angekommen und hatten uns mit ein paar gesunden (!) Äpfeln und Nektarinen gestärkt wurde Steffi, die offen gesagt eine ziemliche Frostbeule ist, wie magisch angezogen vom warmen, entspannenden Solebecken. Ich wollte sie nicht direkt alleine lassen, also ging ich notgedrungen erstmal mit, was ich bei der Hitze und angesichts der Tatsache, dass das Becken maßlos überfüllt war, überhaupt nicht entspannend fand. An der Seite waren solche lustigen Sprudeldinger, auf die man sich drauflegen konnte. Die waren natürlich alle belegt. Also warteten wir...

In der Zwischenzeit versuchte ich ein wenig zu schwimmen, da mir so nach Bewegung war...

Damit dies funktionierte musste ich mich jedoch aalmäßig zwischen den Menschen hindurchwinden. Manche von den Entspannungssuchenden zeigten leider schon in Kürze einen missbilligenden Gesichtsausdruck, weshalb ich mich entschied, ein wenig auf der Stelle zu schwimmen, was mir Steffi prompt nachzumachen versuchte.

Ehe sie sich versah hingen ihre Füße an der Oberfläche und sie wie ein Käfer auf dem Rücken im Wasser. "Ellen! Hilfe! Drück mich mal bitte wieder runter..." Gesagt, getan, ich drückte ihre Füße runter und sie konnte weiter auf der Stelle schwimmen. Dieser Zustand hielt etwa eine Minute an, bis ihre Füße wieder ganz von selbst den Weg nach oben fanden. Ich drückte sie wieder runter. Doch dabei blieb es nicht. Die ganze Prozedur wiederholte sich etwa vier bis fünfmal, bis (endlich!) so ein Sprudelding frei wurde.

Nun konnte ich die zufriedene Steffi alleine lassen und schwimmen gehen. Einige Zeit später trafen wir uns dann auf unserem Platz auf der Wiese wieder. Ich war ausgepowert und die liebe Steffi war plötzlich viel motivierter zu schwimmen. Sie fragte, ob ich mitkäme und ich antwortete, dass ich mich jetzt eigentlich ganz gerne ausruhen würde.

"Auf keinen Fall! Du kannst mich jetzt nicht alleine lassen. Du kennst doch die Tendenz meiner Füße."

 

Hase und Igel

 

Lange Rede kurzer Sinn, wir gingen also schwimmen. Ich steuerte automatisch das kühlere Außenbecken an, aber Steffi erklärte, das sei ihr viel zu kalt. Meine Proteste, dass das doch mindestens 30° seien und ich aus dem Freibad in meiner Heimatstadt 20° Wassertemperatur gewöhnt war, wurden nicht gehört. Also landeten wir schließlich im Innenbecken, was wenigstens nicht ganz so warm war wie das Solebecken...

Wir beschlossen ein paar Bahnen zurückzulegen. Ich schwamm so vor mich hin, bis mir auffiel, dass Steffi kilometerweit zurückblieb. Also versuchte ich mein Tempo anzugleichen. Ich habe es wirklich versucht! Ich bin in Zeitlupe geschwommen...

Aber ich konnte mit diesem Tempo einfach nicht mithalten. Ich sagte ihr, dass ich jetzt ganz normal in meinem Tempo schwimmen würde und ihr eben immer "Hallo" sagen würde, wenn ich ihr im Becken begegnete.

Ich schwamm also gemütlich meine Bahnen, eine nach der anderen. Nach drei Bahnen war Steffi immer noch in der Mitte des Beckens und als ich zum vierten Male an ihr vorbeischwamm hörte ich plötzlich hinter mir einen lauten Ruf:

"Sag mal spielst du Hase und Igel?!"

Daraufhin musste ich so dermaßen lachen, dass ich fast untergegangen wäre.

Fazit: Mit Steffi schwimmen zu gehen kann lebensgefährlich sein.

24.7.13 00:54


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